Die Welt aus lichten Höhen

MRES (auch bekannt unter dem Namen KazEOSat-2) basiert auf der Satellitenplattform SSTL-150 des britischen Kleinsatellitenherstellers Surrey Satellite Technology Limited (SSTL). Die Bildaufnahme des Erdbeobachtungssatelliten erfolgt durch den Jena Spaceborne Scanner (JSS) des Thüringer Raumfahrtunternehmens Jena-Optronik GmbH. Durch die gewonnenen Bilder können wichtige Informationen über unsere Meere, den Zustand unserer Umwelt und Landschaften gegeben werden.

Simon Chelkowski, Projektleiter bei der Jena-Optronik GmbH kommentiert den Start: „Erneut hat ein Produkt der Jena-Optronik seine finale Reise ins Weltall angetreten und wird dort wie vorgesehen seinen Dienst verrichten. SSTL ist ein sehr fairer und kooperativer Kunde. Das gesamte Team der Jena-Optronik hat viel Kraft, Innovation und Wissen in dieses Projekt gesteckt.“

Im Bereich der optischen Instrumente entwickelt, fertigt und testet die Jena-Optronik GmbH kompakte Multispektralkameras, leistungsfähige Radiometer, elektronische und opto-mechanische Subsysteme und Komponenten zur operativen Erdbeobachtung. Der Jena Spaceborne Scanner ist ein modernes multispektrales Bildaufnahmegerät, welches für  Kleinsatelliten-Missionen entwickelt wurde, um binnen weniger Tage wichtige Informationen für Landwirtschaft und Kartografie erfassen zu können. 

Das Kamerasystem JSS 56 - die fünf steht hier für die Anzahl der Multispektralkanäle und sechs für die Auflösung der Kamera in Metern - für den kasachischen Satelliten ist durch kontinuierliches, zeilenweises Abtasten der Erdoberfläche fähig, zielgerichtet Daten eines 80km langen Streifens aus 630km Höhe mit einer Auflösung von 6,5m zu erfassen. Das System wird bereits erfolgreich auf den fünf Satelliten der RapidEye-Konstellation eingesetzt, welche bereits im Jahr 2008 gestartet ist und seitdem kontinuierlich Informationen unseres Planeten aufnimmt.

„Wir werden uns an die schöne und aufregende Projektzeit erinnern, wenn das nächste mal ein kleiner Lichtfleck am Firmament erscheint, der sich um ein vielfaches schneller bewegt als die Sterne. Eventuell ist es ja der Satellit mit unserer JSS 56 an Bord, den wir dann betrachten können und zu dessen Realisierung wir in Jena einen entscheidenden Beitrag geleistet haben“, so Simon Chelkowski.

Zurück

Mars in Sicht: Sensoren von Jena Optronik leiten die MMX Mission der JAXA zu den Marsmonden

Die am 20. Oktober 2026 gestartete Martian Moons eXploration (MMX)‑Mission der japanischen Weltraumagentur JAXA hat das Ziel, die Marsmonde Phobos und Deimos zu erforschen, ihren Ursprung zu klären und tiefere Einblicke in die Geschichte des Sonnensystems zu gewinnen.

Weiterlesen

Start des „Nancy Grace Roman“ Weltraumteleskop: Sternsensoren von Jena-Optronik im Einsatz

Mit dem Start am 30. August 2026 beginnt eine wegweisende wissenschaftliche Mission zur Erforschung des Weltalls, bei der hochpräzise Sensoren aus Jena eine entscheidende Rolle für die Navigation spielen.

Weiterlesen

Alle News-Beiträge

Artemis II - Zurück zum Mond

Zum ersten mal seit den Apollo-Missionen starten Menschen wieder zum Mond. Die ARD/MDR Dokumentation zu "Artemis II" liefert seltene Einblick - auch in unsere Sternsensoren.

Weiterlesen

Von Thüringen ins Weltall

Innovation aus dem grünen Herzen Deutschlands: Sternsensor ASTRO CL der Jena-Optronik für den Bundeskanzler bei der MPK-Ost.

Weiterlesen

Alle Blog-Beiträge

ZDFinfo Dokumentation mit unseren Sternsensoren

Die dreiteilige Dokumentation "DDR genial" für ZDFinfo erzählt von überraschenden Erfindungen der DDR. 

Weiterlesen

Hörtipp: Deutschlandfunk "Hintergrund"

Der Beitrag "All ohne Regeln - Wirtschaftsinteressen im Weltraum" von Caspar Dohmen für den Deutschlandfunk im Format "Hintergrund" beleuchtet auch unsere Sichtweise und gibt einen Einblick in unsere Arbeit.

Weiterlesen

Alle Wissensplattform-Beiträge

Events

  • Space Tech Expo
    17.-19. November 2026
  • i-SAIRAS & iSpaRo Conference 2026
    03.-06. November 2026