Ministerpräsidentin Lieberknecht und der Parlamentarische Staatssekretär Hintze besuchen Hight-tech Raumfahrt am Standort Jena

In einem offiziellen Festakt wurde heute die Jena-Optronik GmbH und ihre Hight-tech Raumfahrtprodukte als neue 100 prozentige Tochtergesellschaft des Raumfahrtspezialisten Astrium GmbH vorgestellt. Das Jenaer Unternehmen gehört zu den Pionieren der multispektralen Erdbeobachtung und der optischen Sensorik für die Lageregelung von Raumflugkörpern. Dabei kann auf 40 Jahre Faszination Raumfahrt aus Jena sowie Erfahrung im Bau von optischen Präzisionsinstrumenten zurückgeblickt werden. Die Jena-Optronik gehört heute zu den weltweiten Spitzenadressen im optischen Instrumentenbau für Weltraumanwendungen und ist ein zuverlässiger Partner mit zukunftsweisenden Lösungen für Raumfahrtmissionen in aller Welt.

Die Jena-Optronik ist in einem hoch innovativen Umfeld zu Hause. „Der Standort Jena bietet mit seinen Hochtechnologien und seinem optronischen Netzwerk, bestehend aus Universitäten, Instituten und leistungsstarken Firmen beste Voraussetzungen für eine zielgerichtete Weiterentwicklung der Jena-Optronik zu einem Innovationszentrum für optische Instrumente für Weltraumanwendungen“, erläuterte Dietmar Ratzsch, Geschäftsführer Jena-Optronik.

„Wir werden die Optik-Fähigkeiten von Jena-Optronik weiter ausbauen und somit auch den traditionsreichen Optik-Standort Jena stärken - dies eröffnet eine neue Perspektive für Thüringen“, sagte Evert Dudok, Vorsitzender der Geschäftsführung Astrium GmbH. „Die Optik ist ein wichtiger Bestandteil der neuen deutschen Raumfahrtstrategie und mit der Bündelung der Kompetenz in der Raumfahrt-Optik wollen wir die anstehenden Raumfahrt-Programme in diesem Bereich national und europäisch führen.“

Aktuell finden die Spitzenprodukte aus Jena Verwendung in den unbemannten Transferfahrzeugen der Europäischen und Japanischen Raumfahrtagenturen, welche die Internationale Raumstation ISS versorgen. Nach dem erfolgreichen Start des zweiten Europäischen Raumtransporters ATV „Johannes Kepler“ am 16. Februar 2011 konnten sich die Gäste bei der Jena-Optronik unter anderem von der Leistungsfähigkeit der Mission überzeugen. Der Astrium Geschäftsbereich „Space Transportation“ hat das Versorgungsraumschiff ATV, mit seiner weltweit einzigartigen Fähigkeit des vollautomatischen Andockens an die ISS, als industrieller Generalunternehmer gebaut, getestet und pünktlich abgeliefert. Die Rendezvous- und Dockingsensoren RVS der Jena-Optronik sind eine Schlüsselkomponente in diesem Vorgang. Die Weiterentwicklung der Rendezvous- und Dockingsensoren auch für kommerzielle bemannte und unbemannte wiedereintrittsfähige Raumtransporter mit Unterstützung des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt DLR, sowie die Entwicklung zu 3D-Lidaren für zukünftige robotische Missionen erfolgt ebenfalls durch die Jena-Optronik und Partnern am Standort Jena.

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